Wie sich die Presse mit Unwissen zum Thema Riester blamiert.

Immer wieder glänzen verschieden Medien mit Unwissen zum Thema Riesterrente. Erschreckend ist immer wieder mit welchen Pauschalaussagen geurteilt wird. Viele Verbraucher werden dadurch immer wieder verunsichert und stehen zum Thema Altersvorsorge hilflos da. Aktuell versucht es mal wieder ein seriöses Blatt wie „Die Welt“. Vor allem Überzeugen Sie aber durch „Nichtwissen“.
Am meisten stört schon einmal die Pauschalaussage die „Riester-Rente“. Es gibt die eine Riester-Rente schon mal überhaupt nicht. Es gibt mehrere Produkte die nach dem Riestergesetz gefördert sind und diese Produkte müssen bestimmte vom Gesetzgeber vorgegebene Bedingungen erfüllen, wie beispielsweise den Kapitalerhalt zum Ende der Laufzeit. Das können: Klassische oder fondsgebundene Versicherungen sein, Fondssparpläne, Banksparpläne, Bausparverträge oder auch Darlehen. Alle diese Produkte gibt es ja auch schon ohne Riesterförderung mit Ihren produktspezifischen Vor- und Nachteilen. Die Besonderheit bei Riester ist eben, dass es immer die lebenslange Rente darstellen muss – egal bei welchem Produkt.
Hier behauptet jetzt die „Welt“, die „böse“ Versicherungswirtschaft habe bekannt gegeben es entstehen jetzt neue Kosten, bei der Verrentung! Kosten und Versicherungswirtschaft passt schon mal um einen „Haudrauf“ zu haben den eh niemand leiden kann. Doch leider funktioniert das hier nur bedingt, denn in Wahrheit wurde dieses Thema schon immer von allen Anbietern in Ihren Produktbroschüren ausgewiesen. Egal ob DWS, Union Investment, Sparkassen oder Volksbanken haben das in Ihren Informationen immer angegeben, dass zum Ende der Laufzeit ein Teil des angesparten Guthabens in eine Rentenversicherung fließen muß – DENN NUR eine Versicherung kann eine lebenslange Rente darstellen! Und Bedingung bei Riester ist, dass es möglich sein MUSS eine lebenslange Rente zu bekommen. Wer jetzt also behauptet das sei neu, irrt sich oder hat diesen Fakt einfach immer ignoriert.
Für wen passt jetzt also welches Produkt mit Riesterförderung? Dazu muss man sich als erstes fragen: Was will ich mit meinem Vertrag erreichen? (Also genau wie bei jeder anderen Sparform auch)
Möchten Sie beispielsweise innerhalb kurzer Zeit mit attraktiven Renditen im zweistelligen Bereich Vermögen aufbauen ist Riester nichts für Sie. Möchten Sie zwischendurch Entnahmen tätigen oder sparen darauf in 5 Jahren das Angesparte als Eigenkapital zu nutzen ist Riester auch nichts für Sie. Wenn Sie aber ein Produkt möchten wo Sie sich darauf verlassen können, dass Sie am Ende der Laufzeit kein Geld verloren haben und es Ihre gesetzliche Rente jeden Monat aufbessert, dann kann auch ein riestergefördertes Produkt zu Ihnen passen.
Der nächste Irrtum dem die Medien immer kritisieren sind die Kosten, kein Mensch mag Kosten auf der anderen Seite geht es auch nicht ohne. Am Beispiel des Banksparplans sieht man wie irreführend dieses Thema sein kann, denn der Banksparplan hat tatsächlich die „geringsten“ Kosten allerdings kommt auch fast nichts heraus. Aktuell hat man bei diesem Produkt nicht einmal die Chance annähernd an einen Inflationsausgleich zu denken und in der Praxis hat man jetzt festgestellt, dass gerade diese Verträge am schlechtesten laufen und wesentlich schlechter abschneiden als Fondsgebundene Versicherungen oder Fondssparpläne.
Am Ende muss man sagen: Jedes Produkt hat Vor- und Nachteile und hängt davon ab was Ihr Ziel ist, ob dieses Produkt zu Ihnen passt oder nicht. Wenn Sie weitere Fragen haben oder Ihren Riestervertrag checken möchten, dann melden Sie sich über die Kontaktmöglichkeiten bei mir und ich helfe gerne weiter.

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